{"id":37578,"date":"2019-05-13T15:26:21","date_gmt":"2019-05-13T13:26:21","guid":{"rendered":"https:\/\/librairiepromoculture.lu\/web\/?p=37578"},"modified":"2019-05-13T15:26:21","modified_gmt":"2019-05-13T13:26:21","slug":"barbara-honigmann-georg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dev.promoculture.lu\/web\/2019\/05\/13\/barbara-honigmann-georg\/","title":{"rendered":"Barbara Honigmann: Georg"},"content":{"rendered":"<h5>Montag, 13. Mai 2019,<\/h5>\n<h5>19:00 Uhr<\/h5>\n<h5>in der <strong>Abtei Neum\u00fcnster<\/strong><\/h5>\n<p><!--more--><\/p>\n<h4>Lesung und Gespr\u00e4ch mit Hans Thill<\/h4>\n<p>Das Werk von Barbara Honigmann z\u00e4hlt zu den wichtigsten literarischen Zeugnissen einer Auseinandersetzung mit der j\u00fcdischen und deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert, aus der Perspektive der zweiten j\u00fcdischen Generation nach der Shoah. Alle ihre B\u00fccher bewegen sich, mal dichter, mal weiter entfernt, um die Geschichte der eigenen Familie: um die Herkunft, die j\u00fcdischen Wurzeln, um Mutter und Vater, ihre Emigration in der NS-Zeit, ihr kommunistisches Engagement, die Spionage f\u00fcr die Sowjetunion, schlie\u00dflich die R\u00fcckkehr ins Nachkriegsdeutschland und in die DDR. Barbara Honigmann erz\u00e4hlt lakonisch und witzig, traurig und mitrei\u00dfend von ihrer deutsch-j\u00fcdisch-kommunistischen Sippe, und die pers\u00f6nlichsten Geschichten einer Familie schlie\u00dfen sich zusammen zu einem epischen Bild Deutschlands in diesem schrecklichen Jahrhundert.<\/p>\n<p>Nach \u201eEin Kapitel aus meinem Leben\u201c, der Geschichte \u00fcber ihre Mutter, erz\u00e4hlt Barbara Honigmann nun in \u201eGeorg\u201c (Hanser-Verlag, 2019) das Leben ihres Vaters. Hier die private Seite einer Lebensgeschichte, die um die halbe Welt f\u00fchrt: Herkunft aus Frankfurt, Odenwaldschule, Paris-London-Berlin, dazwischen Internierung in Kanada, nach der Emigration der Weg in die DDR. Dort aber immer die wiederkehrende Erfahrung: \u201eZu Hause Mensch und auf der Stra\u00dfe Jude.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Barbara Honigmann<\/strong>, 1949 in Ost-Berlin geboren, studierte nach dem Abitur an der Humboldt-Universit\u00e4t Theaterwissenschaften. Seit 1975 ist sie freie Schriftstellerin. 1984 verlie\u00df sie mit ihrer Familie die DDR und lebt seither in Stra\u00dfburg.\u00a0Ihr erstes Buch \u201eRoman von einem Kinde\u201c erschien 1986, es folgten 11 weitere, darunter \u201eEine Liebe aus nichts\u201c (1991), \u201eEin Kapitel aus meinem Leben\u201c (2004), \u201eBilder von A.\u201c (2011), \u201eChronik meiner Stra\u00dfe\u201c (2015) und soeben \u201eGeorg\u201c.<\/p>\n<p>Barbara Honigmann wurde f\u00fcr ihr Werk h\u00e4ufig geehrt, u.a. mit dem Kleist-Preis, dem Koret Jewish Book Award, dem Max-Frisch-Preis, dem Ricarda-Huch-Preis und zuletzt mit dem Jakob-Wassermann-Literaturpreis 2018.<\/p>\n<p><strong>Hans Thill<\/strong>,\u00a01954 in Baden-Baden geboren, ist ein deutscher Autor und \u00dcbersetzer. Er studierte Sprachen in Heidelberg sowie Jura, Germanistik und Geschichte. 1978 gr\u00fcndete er zusammen mit Angelika Andruchowicz, Manfred Metzner, Ulla Tripp und Dorothea Lang den Verlag \u201eDas Wunderhorn\u201c. Er hat zahlreiche B\u00fccher aus dem Franz\u00f6sischen \u00fcbersetzt. Seit 2000 ist er Leiter der Reihe Poesie der Nachbarn \u2013 Dichter \u00fcbersetzen Dichter, seit 2010 k\u00fcnstlerischer Leiter des K\u00fcnstlerhauses Edenkoben. 2012 hielt er die Poetik-Vorlesung an der Theologischen Fakult\u00e4t der Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin. Hans Thill ist \u201eWriters-for-Peace\u201c-Beauftragter, war bis April 2017 Beisitzer im Pr\u00e4sidium des deutschen PEN.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.ipw.lu\/de\/barbara-honigmann-georg-lesung-gesprach\/#.XMG0s7hZiTA\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Montag, 13. 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